Begriffserklärung

Der Begriff Web 2.0 umfasst Technologien und Anwendungen sowie Veränderungen im Verhalten von Internetnutzern. So müssen persönliche Daten, wie Lesezeichen interessanter Webseiten, Lieblingsbücher oder Fotoalben nicht mehr allein auf dem lokalen Rechner liegen, sondern können auf globalen Plattformen abgelegt, verwaltet und geteilt werden. Der Internetnutzer bewegt sich also nicht mehr passiv im World Wide Web, sondern wirkt aktiv an der Entstehung von neuen Inhalten mit. An dieser Stelle sei der Begriff "Humanisierung des Netzes" eingebracht. Die Benutzer des Web 2.0 nehmen die neuen Funktionalitäten in Anspruch und gestalten das Web somit menschlicher und persönlicher.

Darüber hinaus können Web 2.0 Anwendungen genauer spezifiziert und klassifiziert werden. Neben Content orientierten Anwendungen, mit denen textuelle oder multimediale Inhalte ausgetauscht, verwaltet und erstellt werden können, gibt es auch beziehungsorientierte Anwendungen. Darin steht die Bildung und Verwaltung von sozialen Netzwerken im Vordergrund. Ein wenig weitergehend sind die virtuellen Welten, die eine dreidimensionale virtuelle Abbildung der „realen“ Welt widerspiegeln. In ihnen können sich Nutzer mit Hilfe eines zumeist individuell kreierten Avatars, einem grafischen Stellvertreter einer in der Realität existenten Person, bewegen.

Web 2.0 ist folglich ein Mitmach-Web, in dem Nutzer neue Möglichkeiten der Kommunikation haben. Sie können über physische Grenzen hinaus soziale Netzwerke knüpfen und ihre Interessen mit anderen Nutzern teilen.

Über diese Neuerungen darf man jedoch das „reale Leben“ nicht vernachlässigen und sollte die schöne neue Online-Welt und deren Möglichkeiten, die einem das Web 2.0 bietet, als Zusatz für das Knüpfen neuer Kontakte oder zum Austausch verstehen.

Auf den nun folgenden Seiten möchten wir mit Ihnen noch tiefer in die Welt des Web 2.0 eintauchen ...