Entwicklung

Seit 1949 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die überregionale Literaturversorgung und hat dafür einen Sondersammelgebietsplan erstellt. Sogenannte Sondersammelgebiets-Bibliotheken, Zentrale Fachbibliotheken und Spezialbibliotheken aus ganz Deutschland sammeln Literatur zu jeweils einem bestimmten Fachgebiet (z.B. Philosophie, Sozialwissenschaften u.v.m.) und stellen sie den Benutzern zur Verfügung. Eine Liste der teilnehmenden Bibliotheken finden Sie hier.

In den Jahren 1997/98 entwickelte die DFG ein Konzept, in dem auch wissenschaftlich relevante Internetquellen in das SSG-Programm einbezogen werden sollten. Der Grundgedanke lag darin, die wissenschaftliche Informationsversorgung zu verbessern und sogenannte „Virtuelle Fachbibliotheken“ zu schaffen, um die einzelnen SSG-Bibliotheken besser miteinander zu vernetzen. Heute gibt es über 30 virtuelle Fachbibliotheken, die zum Großteil in dem wissenschaftlichen Informationsportal Vascoda zusammengeführt sind. Virtuelle Fachbibliotheken tragen auch die Bezeichnung Hybridbibliothek. Dies mag sich im ersten Moment noch sehr befremdlich anhören, meint aber eine Bibliothek, die einen gemeinsamen Zugang zu digitalen und gedruckten Informationsquellen bietet.

Eine virtuelle Fachbibliothek oder ViFa kann also folgendermaßen definiert werden:

„Eine virtuelle Fachbibliothek bezeichnet eine Oberfläche, die fachliche Informationsquellen, unabhängig ihres Ortes, ihres Medientyps und ihrer Speicherform bereitstellt.“